Stadtstiftung schüttet 2.100 € für die Restaurierung der Osterrieder-Krippe aus


Auf Beschluss des Stiftungsrats beteiligt sich die Stadtstiftung Fürstenfeldbruck mit einem Betrag in Höhe von 2.100 € an der Restaurierung von zwei Hirtenfiguren der sog. Osterrieder-Krippe in Fürstenfeld. Die Pfarrei St. Magdalena hatte dazu einen entsprechenden Antrag gestellt.
Sebastian Osterrieder, der von 1864 bis 1932 lebte, war ein angesehener Krippenbauer und Bildhauer seiner Zeit. Er wohnte in München und ließ um 1900 als erster Krippenkünstler das Krippenbrauchtum in den Kirchen in größerem Stil wieder aufleben. Nicht zu Unrecht wird Osterrieder auch als „Wiederentdecker der künstlerischen Weihnachtskrippen“ bezeichnet. Er baute unter anderem zahlreiche Krippen für Kardinäle, Bischöfe und weitere Landesherren in ganz Europa und darüber hinaus. Auch für Papst Pius X. für die Peterskirche, die Anima in Rom und für Kaiser Wilhelm II. schuf er Prunkkrippen.
Die Krippenfiguren in Fürstenfeld weisen leider an vielen Stellen deutliche Beschädigungen auf und tragen nicht mehr die originalen Kleidungsstücke, weshalb eine Restaurierung oder Ergänzung unabwendbar ist. Die dringende Notwendigkeit einer Restaurierung wurde auch durch Gutachten vom Kunstreferat der Diözese München und Freising sowie vom Landesamt für Denkmalpflege bestätigt.
Um den früheren Zustand der Krippe besser dokumentieren zu können, werden Fotos aus der Zeit von ca. 1940 bis 1970 benötigt. Wer entsprechende Bilder zur Verfügung stellen möchte, sollte sich bitte an die Pfarrei St. Magdalena wenden. Wir freuen uns, dass wir mit dem Zuschuss zur Erhaltung dieses kulturellen Schatzes beitragen können.
Unterstützung für die Restaurierung der Osterrieder-Krippe
Im Bild v.l. Stiftungsratsvorsitzender OB Sepp Kellerer, Stiftungsvorstandsmitglied 2. Bgm. Klaus-Peter Ernst, Krippenpfleger Anton Hirschvogl und Stadtpfarrer Michael Bayer